Cricket West Indies projects US$26m loss in 2026 before returning to profit

Cricket West Indies (CWI) stellt sich in diesem Jahr auf einen weiteren Verlust von 26 Millionen US-Dollar ein, ehe der regionale Dachverband 2027 wieder in die Gewinnzone zurückkehren dürfte. Belastend wirken ein turnierschwacher Kalender und eine Herrenauswahl, die im vergangenen Jahr in zehn Test-Begegnungen lediglich einen Sieg holte.
Die Prognose findet sich im geprüften Jahresabschluss von CWI, der im Februar von den Wirtschaftsprüfern Grant Thornton testiert wurde. Sie legt die fragile Finanzlage des Verbandes offen, der den Cricketsport in der gesamten Karibik verantwortet.
"The remaining two years of the cycle are forecasted to generate a net loss of approximately US$26 million in 2026 and a net profit of approximately US$8 million in 2027, reflecting the cyclical nature of international cricket revenues and expenditure patterns," heißt es in dem Bericht. "The projected funding gap over this period is expected to be met through a combination of loan financing from the International Cricket Council and commercial banking credit facilities."
CWI plant seine Bücher in einem Vierjahreszyklus, der am Kalender des ICC World Cup ausgerichtet ist. In den Turnierjahren füllen Ausrichtungsgebühren, Ticketeinnahmen und Medienrechte die Kassen. In den ruhigeren Jahren dazwischen brechen die Einnahmen jedoch deutlich ein, während die laufenden Kosten kaum sinken.
Laut Geschäftsbericht bestritten die Männer aus den West Indies 2025 zehn Tests — zwei gegen Pakistan, drei gegen Australien, zwei gegen Indien und drei gegen Neuseeland. Sie holten dabei lediglich einen Sieg gegen Pakistan, ein Unentschieden gegen Neuseeland und verloren die übrigen acht Partien. CWI ordnete die Resultate in einen größeren Bogen ein und verwies darauf, dass es sich um den ersten Auswärtssieg des Teams in Pakistan seit 35 Jahren und das erste Unentschieden gegen Neuseeland seit zwölf Jahren handelte.
"While our on-field consistency in both our men and women's senior teams continue to disappoint, periodic flashes of brilliance, especially by some of our younger and age-group cricketers, remind the world of our undeniable potency," sagte Geschäftsführer Chris Dehring, der im Verlauf des Jahres in die Organisation zurückkehrte, nachdem er die Ausrichtung des ICC Cricket World Cup 2007 in der Region geleitet hatte.
Dehring nannte drei Prioritäten für den Wiederaufbau: Topnachwuchs frühzeitiger zu identifizieren, Turnier- und Verwaltungsstrukturen zur Kostensenkung neu zuzuschneiden sowie moderne Hochleistungszentren aufzubauen.
"The major task at hand is to revamp our production pipeline to make it fit for purpose in the modern paradigm. We know what we must do," sagte er.
Das Board erklärte, der Großteil der für die letzten beiden Jahre des Zyklus benötigten Finanzierung sei bereits gesichert, und verwies auf den jüngst erworbenen vollständigen Besitz des Coolidge Cricket Ground in Antigua als Vermögenswert, der künftige Kreditaufnahmen absichern könne.
Auch eine Kooperation mit CAGE Bet Sports soll dem Verband ab 2027 frische Mittel zuführen, sobald das Projekt in den jeweiligen karibischen Hoheitsgebieten Betriebslizenzen erhält.
"CWI's strategic partnership with CAGE Bet Sports, is expected to contribute significantly to cash inflows from 2027, subject to the successful acquisition of the required operating licences across relevant Caribbean jurisdictions," heißt es in den Anhangsangaben des geprüften Abschlusses. "This initiative is consistent with the organisation's strategy to diversify revenue sources and reduce reliance on traditional cricket-related income streams."
CWI Inc gehört gemeinschaftlich sechs Territorialverbänden: den Leeward Islands, den Windward Islands, Jamaica, Barbados, Guyana sowie Trinidad and Tobago.
Präsident Dr. Kishore Shallow räumte ein, dass die Organisation tiefgreifende strukturelle Belastungen zu schultern habe – darunter die anhaltende Abwanderung von Talenten in konkurrierende Ligen und Sportarten.
"Notwithstanding this reality, we must also be our own champions," sagte Shallow im Geschäftsbericht. "The entire model of cricket development in our region requires careful re-examination and thoughtful redesign to ensure a stronger and more sustainable pathway for the future. We cannot afford to wait for a saviour to restore our cricket."
Umsatz und Ergebnis
Im Geschäftsjahr zum 30. September 2025 erzielte CWI Erlöse von 40,9 Millionen US-Dollar – ein Rückgang von 54 Prozent gegenüber 88,4 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Konzern verbuchte einen Nettoverlust von 28,5 Millionen US-Dollar, ein deutlicher Umschwung gegenüber dem 2024 ausgewiesenen Gewinn von 22,6 Millionen US-Dollar.
Der Einbruch spiegelt vor allem das Fehlen des ICC Men's T20 World Cup wider, den die West Indies 2024 mitausgerichtet hatten und der allein nahezu die Hälfte der Jahreseinnahmen von CWI in jenem Jahr ausmachte. Weder die Ausrichterzahlung noch die damit verbundenen Erlösströme flossen 2025 erneut.
Am deutlichsten zeigt sich die Lage bei den liquiden Mitteln. CWI schloss das Jahr mit Barmitteln von 1,7 Millionen US-Dollar ab – ein Rückgang um 90 Prozent gegenüber 17,5 Millionen US-Dollar zwölf Monate zuvor. Das Eigenkapital sank um 63 Prozent von 46,2 auf 17,2 Millionen US-Dollar, wobei die Organisation keine Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten auswies.
Syndicated from Jamaica Gleaner · originally published .