Jamaikanische Seeleute treiben den Inselhandel über belebte Häfen und offene Meere an
Tausende Schiffe durchqueren täglich die Ozeane der Welt und befördern Güter, die Länder verbinden und Volkswirtschaften am Laufen halten. Hinter jeder Reise steht eine Besatzung, deren Arbeit oft unsichtbar bleibt, deren Wirkung aber Haushalte und Unternehmen auf der ganzen Welt erreicht.
Seeleute sind die Fachkräfte, die an Bord von Schiffen leben und arbeiten. Fast alles, was Menschen nutzen oder konsumieren, hat irgendwann auf dem Seeweg transportiert worden – ob aus China, Japan, Europa oder anderen Produktionszentren. Für eine Inselnation wie Jamaika hat diese Verbindung besonderes Gewicht. Das Land verfügt über zehn aktive Häfen, über die Schiffe regelmäßig ein- und auslaufen, um die wirtschaftliche Aktivität auf der Insel zu unterstützen.
Die maritime Branche bietet Karrieren sowohl auf See als auch an Land. Landteams und Schiffsoffiziere arbeiten zusammen, um eine sichere Navigation und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Die Frachtabfertigung bringt umfangreiche Bürokratie mit sich, dazu kommen Einwanderungs-, Zoll-, Quarantäne- und Agenturvorschriften, die bei jedem Hafenanlauf erfüllt werden müssen.
Kapitän Harris hatte ursprünglich kein Leben auf See geplant. Als ein anderer Weg nicht aufging, absolvierte er um 1984 eine Ausbildung an Bord eines Schiffes über das damalige Jamaican Maritime Training Institute, heute die Caribbean Maritime University. In rund zehn Jahren stieg er vom Kadetten zum Kapitän auf. Später erwarb er Masterabschlüsse in Shipping Logistics and Supply Chain Management sowie in Marine Management an der Fairfax University. Er lehrte auch an der Caribbean Maritime University.
Er erinnert sich noch an seine erste Reise von Kingston aus am 6. September 1984 an Bord der MV Arthur, mit Kurs nach Puerto Cortez in Honduras. Als er einem Schiffsoffizier zur Seite gestellt wurde, empfand er die Erfahrung als ermutigend. „In dem Moment sagte ich: ‚Ja, Mann, das ist … damit könnte ich arbeiten‘“, erinnerte er sich.
Das Leben an Bord folgt festen Essenszeiten – Frühstück um 7:00 Uhr, Mittagessen um Mittag und Abendessen um 17:00 Uhr. Dennoch dreht sich die Arbeit um die pünktliche Lieferung der Fracht. Im Hafen laden Besatzungen Fracht ein oder löschen sie, nehmen Frischwasser oder Treibstoff auf, erhalten Ersatzteile und führen mitunter Besatzungswechsel durch. Die lange Abwesenheit von der Familie bleibt eine der größten Belastungen des Berufs, doch Telefon- und Videoanrufe mitten auf dem Ozean helfen, die Bindungen aufrechtzuerhalten.
Eine Atlantiküberfahrt von Halifax in Richtung Miami gehört zu seinen härtesten Prüfungen. Nach einem Navigationsfehler geriet das Schiff in einen Hurrikan, der etwa siebzig Meilen entfernt vorbeizog. Harris schlief während des Großteils der Tortur in seiner Rettungsweste, überzeugt, das Schiff könne jeden Moment untergehen.
Nach Jahrzehnten auf See sieht er Seeleute als mehr als Schiffsbetreiber. Sie sind die Männer und Frauen, die Jamaika und die weitere Welt durch Handel verbunden halten, der selten stillsteht.
Übernommen von Jamaica Information Service (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
Rechtlicher Kontext · powered by Jurifi
Holen Sie sich die juristische Perspektive zu dieser Geschichte. Wählen Sie eine Frage und Jurifis KI erklärt sie nach jamaikanischem Recht.
KI-Antworten basieren auf jamaikanischem Recht via Jurifi. Keine Rechtsberatung.
Weitere Berichte

JMDA Raises Concerns Over Shortage of Medical Interns
CVM TV
Parents and Students benefit from Conflict Resolution Strategies
Our Today
Floyd Green urges Black River High graduates to align their future with emerging opportunities in St Elizabeth
Our Today
Gov’t Exploring Strategies to Tackle Informal Settlements
Jamaica Information Service
Sunday Sips with HG Helps | Wheatley must do the right thing and Jamaica taking in the worst of America
Our Today