
Bestand des Jamaika-Leguans könnte binnen 10 Jahren auf über 3.000 steigen
TRELAWNY, Jamaica — Jamaicas Programm zur Erholung des Jamaika-Leguans könnte die Zahl des seltenen Reptils nach Angaben von Minister of Water, Environment and Climate Change Matthew Samuda von heute mehr als 400 auf zwischen 3.000 und 4.000 in den kommenden 10 Jahren steigen lassen.
Samuda gab die Aktualisierung am vergangenen Freitag bei der Rotaract District 7020 Conference im Ocean Coral Spring Resort in Trelawny. Er beantwortete eine Frage eines Delegierten, der nur als Lewis identifiziert wurde und den Rotary Club of Providenciales in den Turks and Caicos Islands vertrat.
Die Konferenz, die unter dem Motto „The Nexus 360° Experience“ stand, brachte 135 Delegierte aus Jamaica, Haiti, The Bahamas, den Turks and Caicos Islands, den Cayman Islands, den British Virgin Islands und Montserrat zusammen.
Lewis fragte nach Jamaicas Fortschritten bei der Rettung seiner bedrohten Leguane und wies darauf hin, dass Naturschützer in den Turks and Caicos Islands ebenfalls daran gearbeitet hätten, einheimische Felsenleguane vor dem Aussterben zu bewahren.
Samuda sagte, bei dem besprochenen Tier handle es sich um den Jamaika-Leguan, Cyclura collei, und merkte an, dass dieser einst als ausgestorben galt. „Die Population liegt jetzt irgendwo zwischen 500 und 600, und mit der Arbeit, die die National Environment and Planning Agency gemeinsam mit der IUCN leistet, bestehen in den nächsten 10 Jahren Aussichten auf ein Wachstum auf 3.000 bis 4.000“, sagte Samuda.
Er sagte, die Art sei in Jamaica in den 1940er-Jahren als verloren gegolten, bevor spätere Schutzarbeit in den 1980er-Jahren zu ihrer Wiederansiedlung in den Hellshire Hills beitrug.
Der Jamaika-Leguan, auch Colley’s iguana genannt, kommt natürlicherweise nur in Jamaica vor und zählt weltweit zu den seltensten Echsen. Das Reptil war einst in weiten Teilen der Insel sowie auf Great Goat Island und Little Goat Island verbreitet, doch seine verbleibende Hochburg liegt heute hauptsächlich in den Wäldern der Hellshire Hills in St Catherine.
Samuda sagte, die Erholung sei durch die Arbeit der National Environment and Planning Agency und der International Union for Conservation of Nature unterstützt worden, dem weltweit größten Umweltnetzwerk.
Die Rotaract District 7020 Conference hatte auch eine beträchtliche ausländische Präsenz, wobei die meisten Teilnehmer aus anderen Territorien und Ländern kamen. Haiti stellte mehr als 30 der Teilnehmer.
„Dank an das Ministry of National Security and Peace sowie an PICA (Passport, Immigration and Citizenship Agency), die uns unterstützt haben, indem sie die Visagebühren erlassen haben“, sagte District Rotaract Disaster Relief and Environmental Sustainability Chair und Leiterin des Konferenz-Schulungsteams Natasha Burnett gegenüber Observer Online.
Übernommen von Jamaica Observer · ursprünglich veröffentlicht am .
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