Geschäftsmann im Gun Court von Vorwurf der Polizeischießerei in Tivoli Gardens freigesprochen

Ein 37-jähriger Geschäftsmann, dem vorgeworfen worden war, sich in Tivoli Gardens, Kingston, einen Schusswechsel mit der Polizei geliefert zu haben, ist im Gun Court freigesprochen worden. Neil Anderson kam am Dienstag frei, nachdem Justice Leighton Pusey einem No-case-Antrag seines Verteidigungsteams stattgegeben hatte.
Anderson hatte sich vor Gericht wegen Schießens mit Vorsatz und Besitzes einer verbotenen Waffe zu verantworten. Der Fall ging auf einen Vorfall vom 11. November 2023 zurück, bei dem die Polizei behauptete, er und andere Männer hätten nach einer Hochgeschwindigkeitsverfolgung, die in der Gemeinde West Kingston endete, auf Beamte geschossen.
Im Prozess sagten drei Polizeizeugen aus, sie seien gegen 17:30 Uhr einem Toyota-Hiace-Bus nach Tivoli Gardens gefolgt. Nach ihrer Aussage stiegen Anderson und sieben weitere Männer aus dem Fahrzeug und eröffneten das Feuer auf die Polizei.
Dem Gericht wurde berichtet, dass anschließend ein Schusswechsel folgte. Als die Schüsse endeten, wurde Anderson mit Schussverletzungen am Kopf am Boden gefunden. Später wurde er zur Behandlung in das Kingston Public Hospital gebracht, bevor Anklage gegen ihn erhoben wurde.
Es wurde außerdem ausgesagt, dass der Toyota Hiace vorne und hinten unterschiedliche Kennzeichen hatte. Das Gericht hörte jedoch, dass Ermittler am Tatort keine Patronenhülsen fanden, außer solchen, die mit der Polizei in Verbindung standen. Weitere Zeugenaussagen deuteten darauf hin, dass trotz der angeblichen Schießerei auf einem offenen Feld weder das Polizeidienstfahrzeug noch der Hiace-Bus Einschussschäden aufwiesen.
Auf Befragung durch die Verteidigung räumten die Polizeizeugen ein, dass sie keinen der anderen mutmaßlichen Schützen identifizieren konnten, die angeblich mit Anderson unterwegs gewesen sein sollen. Dem Gericht wurde außerdem mitgeteilt, dass keine Waffe sichergestellt wurde.
Die Verteidiger Peter Champagnie, King's Counsel, und Sayeed Bernard argumentierten, die Polizei habe keine rechtmäßige Grundlage gehabt, auf Anderson zu schießen. Sie machten außerdem geltend, dass die gegen ihn eingesetzte Gewalt unverhältnismäßig gewesen sei.
Anderson bestritt von Beginn des Verfahrens an jedes Fehlverhalten. Seine Anwälte verwiesen auf aus ihrer Sicht gravierende Schwächen in der Beweisführung der Crown und beantragten beim Gericht die Feststellung, dass kein Fall vorliege, auf den er antworten müsse.
Justice Pusey folgte dem Antrag und sprach Anderson in allen Anklagepunkten frei.
Übernommen von Jamaica Gleaner · ursprünglich veröffentlicht am .
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