Gallensteine bei Kindern: Risikofaktoren, Symptome und Behandlung erklärt
Bei Kindern bilden sich Gallensteine seltener als bei Erwachsenen, doch bestimmte Erkrankungen können das Risiko für junge Patienten deutlich erhöhen. Die Gallenblase ist ein kleines Organ unter der Leber, das Galle speichert – eine Flüssigkeit, die der Körper zur Zersetzung von Fetten bei der Verdauung nutzt.
Frühgeborene und Kinder, die über längere Zeit nicht essen können, sind besonders gefährdet. Anhaltender Nahrungsentzug ist in jedem Alter ein bedeutender Risikofaktor, hat aber in der pädiatrischen Bevölkerung besonderes Gewicht. Schwer kranke junge Patienten – insbesondere solche mit Blutstrominfektionen oder Darmen, die über einen längeren Zeitraum ausgefallen sind – weisen ebenfalls ein erhöhtes Risiko für die Steinbildung auf.
Ärzte diagnostizieren Gallensteine in der Regel mittels Ultraschall; in einigen Fällen kann auch eine Magnetresonanztomographie zum Einsatz kommen. Wie sich ein Patient präsentiert, hängt weitgehend davon ab, wo der Stein sitzt. In vielen Fällen löst ein blockierter Abflussweg eine akute Cholezystitis aus – eine Entzündung der Gallenblase, die entsteht, wenn eingeschlossene Galle infiziert wird.
Typische Warnzeichen sind leichtes Fieber, Schmerzen im rechten Oberbauch und Appetitlosigkeit.
Prävention zielt darauf ab, langanhaltendes Fasten zu vermeiden und Grunderkrankungen zeitnah zu behandeln. Die Behandlung reicht von engmaschiger Überwachung bis zur operativen Entfernung der Gallenblase, wenn Symptome auftreten. Chirurgen können offene Eingriffe oder laparoskopische Schlüssellochchirurgie durchführen; der minimalinvasive Ansatz ist bei Erwachsenen zum Goldstandard geworden und wird zunehmend breiter favorisiert. Nach Entfernung der Gallenblase ist die Wahrscheinlichkeit, weitere Steine zu bilden, nicht vollständig ausgeschlossen, sinkt aber deutlich – und die meisten Patienten leben danach gesund, ohne wiederkehrende Steinprobleme.
Übernommen von Television Jamaica (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
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