
PNP erhöht Druck auf Regierung wegen Ernennung von Antony Anderson an die Spitze der NaRRA
KINGSTON, Jamaica — Die oppositionelle People’s National Party (PNP) verlangt von der Regierung Klarheit darüber, ob Botschafter Antony Anderson sich formell um die Stelle des Chief Executive Officer der National Reconstruction and Resilience Authority (NaRRA) bemüht hatte, bevor Premierminister Andrew Holness ihn ernannte.
Die Partei brachte das Thema in einer Mitteilung zur Sprache, die kurz nach der Ankündigung am Mittwochmorgen veröffentlicht wurde. Sie erklärte, die Regierung müsse die Umstände der Ernennung erläutern, einschließlich der Frage, ob Major-General Anderson Teil des ursprünglichen Auswahlverfahrens für den Posten war.
Die PNP erklärte, sie erwarte von Anderson, dass er die Aufgabe mit Transparenz, Integrität und Rechenschaftspflicht ausübe. Zugleich argumentierte sie, falls er kein Bewerber gewesen sei, müsse den Jamaikanern klar gesagt werden, warum das Auswahlverfahren keine geeignete Person für die Position hervorgebracht habe.
Nach Darstellung der Partei würde eine erfolglose Suche nach einem ernennungsfähigen Kandidaten auf tiefere Probleme in der Struktur hinweisen, unter der die NaRRA arbeitet, und nicht lediglich auf einen Rückschlag bei der Besetzung.
Die Opposition erklärte, sie habe wiederholt vor Schwächen in den Governance-Regelungen gewarnt, die in der NaRRA-Gesetzgebung enthalten seien. Sie fügte hinzu, Andersons Auswahl habe diese Bedenken nicht zerstreut, sondern sie vielmehr verschärft.
Die PNP erklärte, die Entscheidung der Regierung, auf einen amtierenden Botschafter zurückzugreifen, der bei Jamaicas wichtigstem internationalen Partner eingesetzt sei, und das nach nur 12 Monaten in dieser Funktion, sei bedeutsam. Nach ihrer Einschätzung deutet die Lage darauf hin, dass qualifizierte Fachleute möglicherweise durch die institutionellen und Governance-Probleme abgeschreckt wurden, die die Partei kritisiert hat.
Die Partei wandte sich außerdem dagegen, einen von ihr als loyalen Technokraten mit militärischer und polizeilicher Erfahrung beschriebenen Mann an die Spitze der zivilen Behörde zu stellen, insbesondere falls das Auswahlverfahren nicht auf übliche Weise abgeschlossen wurde.
Die PNP forderte die Regierung auf, den Jamaikanern die vollständigen Hintergründe der Ernennung offenzulegen. Außerdem drängte sie die Administration, Änderungen einzubringen, um das zu beheben, was sie als schwerwiegende Governance-Mängel bezeichnete, die weiterhin das öffentliche Vertrauen in die NaRRA schwächen, und die Behörde unverzüglich auf eine stärker rechenschaftspflichtige Grundlage zu stellen.
Übernommen von Jamaica Observer · ursprünglich veröffentlicht am .
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