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Enzyklika von Papst Leo XIV regt zum Nachdenken über KI und menschliche Kreativität an
Jamaica GleanerMeinung

Enzyklika von Papst Leo XIV regt zum Nachdenken über KI und menschliche Kreativität an

AN DIE REDAKTION, Madam: Papst Leo XIV hat seine erste Enzyklika, Magnifica Humanitas, veröffentlicht; der englische Text umfasst 42.300 Wörter.

Darin geht er der Frage nach, warum Menschen als kostbar behandelt werden müssen und warum ihr Platz in der Gesellschaft geschützt werden sollte. Künstliche Intelligenz mag zahlreiche Aufgaben schneller und genauer erledigen als Menschen, doch damit bleibt die tiefere Frage offen, was uns menschlich macht. Würde KI denselben kräftigen Einsatz von Gelb wählen wie Van Gogh, oder würde sie die Farbpalette gleichmäßig ausbalancieren? Würde eine Maschine über „Sein oder Nichtsein?“ nachsinnen? Könnte sie Loyalität zu einem Fußballverein empfinden, der nahe dem Tabellenende dahindümpelt?

Als pensionierter Mathematiklehrer frage ich mich auch, ob KI verstehen würde, dass viele Schüler Mathematik nicht mögen und andere damit kämpfen.

Die Enzyklika liegt vermutlich auf Latein, Italienisch und in weiteren Sprachen vor, eine Aufgabe, die viel Zeit des Papstes erfordert hätte, selbst wenn künstliche Intelligenz bei Übersetzung oder Abfassung geholfen haben sollte.

Die Menschheit ist nur sicher, wenn KI ein Werkzeug bleibt, nicht ein Gegenüber. Ein deutlich gekennzeichneter Ausschalter wäre vielleicht keine schlechte Idee.

Dennis Fitzgerald

Übernommen von Jamaica Gleaner · ursprünglich veröffentlicht am .

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