Jamaikas U10-Schachmeister reisen zum Panamerikanischen Jugendfestival nach Kolumbien
Jamaikas nationale U10-Schachmeister bereiten sich auf eine bedeutende kontinentale Bewährungsprobe vor: Khalel Davey und Noel Noble werden das Land beim 36. Panamerikanischen Jugendschachfestival in Kolumbien vertreten.
Mit zehn Jahren hält Davey bereits den nationalen U10-Titel bei den Jungen. Er erzählt, dass seine Mutter ihn zunächst zu dem Spiel gebracht habe, weil es seine Konzentration schärfte, und der Reiz des Wettkampfs ihn immer höher hinaus streben lasse. Wie viele ambitionierte Spieler studiert er Eröffnungen, spielt regelmäßig und arbeitet Aufgaben durch. Ob Sieg, Niederlage oder Remis – er analysiert jede Partie auf Fehler, um sich beim nächsten Mal zu verbessern.
Noble, die nationale U10-Meisterin, sagt, Schach helfe ihr, neben der Schule kreativ und kritisch zu denken. Ihre Turniervorbereitung dreht sich um das Studium von Eröffnungen und das Lösen von Aufgaben. Dem Spiel schreibt sie zu, ihr Geduld beigebracht und die Gewohnheit vermittelt zu haben, nachzudenken, bevor sie antwortet.
Die Erwachsenen im Umfeld der jungen Spieler betonen, dass der Nutzen über Medaillen hinausreicht. Eine Mutter erklärte, sie habe ihre Tochter zum Schach gelenkt, nachdem ihr schon in der Grundschule aufgefallen sei, dass das Kind bei allem zur Eile neigte. Die Suche im Internet und auf Instagram führte sie zu einem Klub. Seitdem hat sie beobachtet, wie ihr Kind bei Veranstaltungen selbstsicherer wurde, sich von stärkeren Gleichaltrigen nicht beirren ließ und in seiner Gruppe dominierte. Befürworter argumentieren zudem, Schach fördere schulische Fähigkeiten, sportliche Disziplin, Reiseerfahrung und klareres Denken über die Berufswahl, und sie rufen mehr Eltern dazu auf, ihre Kinder wegen des Zugewinns an kritischem Denken anzumelden.
Woman Candidate Master Aneisha Smith, Daveys Mutter, sagt, Schach habe ihr eigenes Leben schulisch, persönlich und in ihrem Verhalten geprägt und ihr beigebracht, ruhig zu werden und nachzudenken, bevor sie handelt. Sie wünscht sich, dass ihr Sohn früh dieselben Vorteile erlangt. Sie merkt an, dass er die Schulaufgaben oft zuerst erledigen und zugleich die höchste Note erreichen wolle, doch Eile führe meist zu Fehlern. Schach, so sagt sie, bekräftige das Motto ihrer Familie: In der Ruhe liegt die Kraft.
Während Jamaikas Schachszene wächst, drängen die Trainer den Nachwuchs zu mehr regionalen und internationalen Turnieren. Titel, so betonen sie, würden in der Regel im Ausland errungen, weshalb Reisen unerlässlich seien. Die Trainer sagen, sie stählten ihre Spieler für härtere Konkurrenz, strebten internationale Titel für mehr Schülerinnen und Schüler an und peilten letztlich das Großmeisterniveau an.
Für die jungen Meister ist die Reise nach Kolumbien zugleich Druck und Belohnung. Sie sagen, sie freuten sich darauf, neue Orte zu sehen, Freunde zu treffen, örtliche Speisen zu probieren und hart für Jamaika zu kämpfen. Eine Botschaft, die sie anderen mitgeben, ist einfach: Probiert das Spiel aus, steht stolz zu dieser Entscheidung und gebt niemals auf.
Übernommen von Jamaica Information Service (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
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