Integrity Commission hält erste Pressekonferenz seit Jahren nach Jahresbericht
Die Integrity Commission hat ihre erste Medienkonferenz seit Jahren abgehalten, um die Ergebnisse ihres im Parlament vorgelegten Jahresberichts zu erläutern und Kritik an der Arbeitsweise der Behörde zu beantworten.
Die Verantwortlichen sahen sich Fragen dazu ausgesetzt, wie lange Untersuchungen dauern, zum Personalmangel und zur öffentlichen Wahrnehmung der Kommission – vor dem Hintergrund umstrittener Untersuchungsberichte, die das besondere Interesse von Parlamentariern auf sich gezogen hatten.
Zu den Verzögerungen erklärte die Kommission, komplexe Akten brauchten stets mehr Zeit, einfachere Fälle sollten jedoch schneller vorankommen. Die den Mitarbeitern mitgeteilte Arbeitszielvorgabe liegt bei etwa sechs bis 12 Monaten und möglichst näher an neun Monaten.
Eine kürzere Bearbeitungszeit, so die Verantwortlichen weiter, hänge von der Besetzung freier Stellen ab. Die Untersuchungsabteilung arbeitet derzeit nur mit 55 Prozent der genehmigten Stellenstärke. Die Führungsspitze beschrieb die Belastung, rund 11 laufende Fälle gleichzeitig zu bearbeiten – darunter auch schwere und hochtechnische –, und erklärte, die Planstellen müssten besetzt werden, wenn die Arbeitslast tragfähig bleiben solle.
Die Mitarbeiterbindung sei bereits schwierig. Exekutivdirektor Craig Beresford sagte, die Bezahlung sei das Haupthindernis. Technische Fachkräfte seien inzwischen weniger wettbewerbsfähig entlohnt als früher, so Beresford, und die Kommission habe das Ministry of Finance um eine Überarbeitung des Gehaltspakets gebeten, aber keine Antwort erhalten. Er fragte, warum gut qualifizierte Bewerber die Kommission gegenüber vergleichbaren Stellen im öffentlichen Dienst wählen sollten, wenn die Aufgabe zudem persönliches Risiko und digitale Anfeindungen mit sich bringe.
Zu dieser Kritik in den sozialen Medien gehören auch Vorwürfe, die Behörde sei übermäßig aufdringlich oder ziele darauf ab, das Ansehen von Parlamentariern zu schädigen. Die Verantwortlichen wiesen jede Unterstellung zurück, die Kommission oder ihre Abteilungen unternähmen Schritte, um den Ruf öffentlicher Amtsträger zu beschädigen, und betonten, das sei nicht ihre Aufgabe.
Ein weiteres Thema war das Fehlen einer schriftlichen Regel, wonach Anklagen sofort oder kurz nach einer Anklageentscheidung erhoben werden müssen. Ein solches Protokoll gebe es derzeit nicht, erklärte die Kommission, auch wenn die Arbeit daran bereits laufe.
Mit Blick in die Zukunft erklärte die Kommission, sie wolle nach der Vorlage ihrer Berichte im Parlament jährlich eine Medienkonferenz abhalten.
Übernommen von Television Jamaica (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
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