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Jamaica Information Service (Video)

Jamaica setzt mit milliardenschwerem Programm auf Wassersicherheit und Klimaresilienz

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Jamaicas Ministry of Water, Environment and Climate Change treibt ein milliardenschweres Programm voran, das den Zugang zu Wasser verbessern, den Umweltschutz stärken und das Land auf zunehmende Klimarisiken vorbereiten soll.

Wassersicherheit ist ein zentraler Bestandteil des Plans. Die Regierung stellt im Haushaltsjahr 2026/2027 mehr als $15 Milliarden bereit, um den Zugang zu Trinkwasser in ganz Jamaica auszuweiten. Eine wichtige Maßnahme soll die Fähigkeit der Water Resources Authority stärken, frühe Dürresignale zu erkennen, Hochwasserlagen zu verfolgen und schneller zu reagieren.

Die WRA führt gemeinsam mit dem Meteorological Service of Jamaica ein Long Range Wide Area Network, kurz LoRaWAN, in einer gestaffelten Einführung über drei Jahre ein. Das System wird Hunderte Sensoren und Netzwerk-Gateways nutzen, um Echtzeitinformationen zu Grundwasserständen, Flussläufen und Niederschlägen zu erfassen, auch in abgelegenen, netzunabhängigen Gemeinden. Die Daten werden in zentrale Plattformen mit fortschrittlichen Analysewerkzeugen eingespeist.

Die Regierung nimmt außerdem nicht abgerechnetes Wasser ins Visier, also Wasser, das durch Lecks, illegale Anschlüsse und betriebliche Störungen verloren geht, bevor es zahlende Kunden erreicht. Nach Angaben von Beamten erhöht das Problem die Energiekosten, begrenzt die verfügbare Versorgung und gefährdet die finanzielle Tragfähigkeit der National Water Commission. Ein nationales Senkungsprogramm im Wert von mehr als US$340 Millionen soll über 11 Jahre laufen. Jamaicas Ziel ist es, den Anteil nicht abgerechneten Wassers bis 2035 auf 30 Prozent zu senken, mit erwarteten jährlichen Zugewinnen von $10.7 Milliarden, darunter $7.7 Milliarden an zusätzlichen Einnahmen, $2.8 Milliarden an Stromeinsparungen und $167 Millionen an Einsparungen bei Chemikalien.

Zu den Umweltmaßnahmen gehören Pläne für eine River Management Authority und eine Keys Management Authority unter der National Environment and Planning Agency. Die Flussbehörde soll sich voraussichtlich auf Risikokartierung, Frühwarnung, Kontrolle von Sedimenten und Treibgut sowie die Durchsetzung von Maßnahmen gegen widerrechtliche Inanspruchnahme konzentrieren. Die Keys-Behörde würde den Schutz sensibler Ökosysteme koordinieren, die zugleich wirtschaftlichen Wert haben.

In Negril bereitet die Regierung Kanalbauarbeiten vor, um die Wasserstände in Feuchtgebieten wiederherzustellen und zur Stabilisierung der Küstenlinie beizutragen. Änderungen am Wildlife Protection Act werden ebenfalls in diesem Haushaltsjahr erwartet und unterstützen Jamaicas Bemühungen, das Specially Protected Areas and Wildlife Protocol für die Küsten- und Meeresbiodiversität in der weiteren Karibik zu ratifizieren.

Klimaresilienz ist nach schwerer Dürre zwischen 2020 und 2023 sowie schädlichen Wetterereignissen, darunter Hurricane Berlin im Juli 2024 und Hurricane Melissa im Oktober 2025, eine weitere Priorität. Klimaschutzgesetze sollen in diesem Haushaltsjahr mit Unterstützung des United Kingdom Foreign, Commonwealth and Development Office abgeschlossen werden. Der Rahmen soll Rechenschaftspflicht, politische Umsetzung und den Zugang zu internationaler Klimafinanzierung verbessern.

Unterstützt wird die Arbeit durch Jamaicas Long-Term Emissions and Climate Resilience Strategy, kurz LTS 2050, die im Juli 2025 abgeschlossen wurde. Sie weist einen Weg zu Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2050 und prognostiziert rund $13.9 Milliarden an nettoökonomischem Nutzen sowie 26,000 Arbeitsplätze. Eine weitere Initiative, das US$50 Millionen schwere Projekt Adapt Jamaica, umfasst US$40 Millionen an Zuschüssen des Green Climate Fund und soll mehr als 700,000 Jamaikanern zugutekommen, insbesondere Landwirten und ländlichen Gemeinden, durch klimasmarte Technologien wie solarbetriebene Bewässerung und widerstandsfähige Gewächshäuser.

Übernommen von Jamaica Information Service (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .

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