Jamaika stellt sich veränderten Drogentrends vor internationalem Aktionstag
Jamaika richtet den Blick darauf, wie sich Drogen- und Substanzkonsum auf der Insel verändert, während sich das Land darauf vorbereitet, am Freitag den Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und illegalen Handel zu begehen. Paulette Spencer Smith, Geschäftsführerin des National Council on Drug Abuse, sagte, viele langjährige Herausforderungen bestünden weiterhin, aber neue Bedrohungen rückten stärker in den Vordergrund.
Das Thema in diesem Jahr konzentriert sich auf anhaltende Probleme, entstehende Risiken und die Maßnahmen, die Jamaika entwickelt hat. Alkohol, Ganja und Tabak gehören weiterhin zu den am weitesten verbreiteten und am besten bekannten Substanzen vor Ort, doch die Konsummuster verändern sich. Essbare Cannabisprodukte werden häufiger, Beamte überwachen drogen- und alkoholbeeinträchtigtes Fahren, und auch der Trend, Alkohol mit Energydrinks zu mischen, nimmt zu.
Der internationale Aktionstag unterstreicht auch den Zusammenhang zwischen nachfrageseitiger Prävention und angebotsseitiger Durchsetzung. Auf der Nachfrageseite bedeutet das Aufklärungs- und Minderungsmaßnahmen; auf der Angebotsseite die Überwachung des Schmuggels. Strafverfolgungspartner, darunter die Jamaica Constabulary Force und Zollbeamte, melden zunehmende Fälle neuer psychoaktiver Substanzen in Jamaika. Dazu gehören MDMA, auch bekannt als Molly oder Ecstasy – Tablettendrogen, die in Party- und Nachtlebenssettings an Boden gewinnen.
Smith sagte, die Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen sei am stärksten betroffen. Sie warnte, junge Menschen wüssten nicht immer, was sie zu sich nehmen, und solche Substanzen würden häufig über soziale Medien und Mobilgeräte beschafft. Sie rief zu mehr Wachsamkeit bei Eltern, Gemeinden und der Polizei auf und forderte alle Bereiche auf, zusammenzuarbeiten und wachsam zu bleiben.
Sie zog zudem eine Grenze zwischen dem engen Begriff illegaler Drogen und der weiter gefassten Kategorie des Substanzmissbrauchs, die auch legale Produkte umfasst, die dennoch schaden können. Auf Zigarettenpackungen gebe es Gesundheitswarnungen, stellte sie fest, auf Rumflaschen jedoch nicht – eine Lücke, die das Risikobewusstsein junger Menschen prägen könnte. Vaping sei, obwohl nicht verboten, ebenfalls als schädlich einzustufen.
Eltern wurden geraten, auf Verhaltensänderungen zu achten, über Schulleben und Freundschaften informiert zu bleiben und vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen, damit Kinder sich sicher fühlen, offen zu sprechen, ohne harter Verurteilung ausgesetzt zu sein. Auch Gemeinden sollten Aktivitäten in der Nähe von Schulen im Blick behalten. Der Rat ermutigt Jamaikaner, am Freitags-Aktionstag teilzunehmen und genau zu beobachten, was in ihren Nachbarschaften geschieht.
Übernommen von Television Jamaica (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
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