
Jamaica plant bis 2035 3.000 Hektar Obstbäume
Der Agrarminister Floyd Green (Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Bergbau) hat Pläne für eine landesweite Initiative skizziert, bis 2035 3.000 Hektar Land mit Obstbäumen zu bepflanzen.
Bei der 11. zweijährlichen Jamaica Diaspora Conference am Dienstag (16. Juni) im Montego Bay Convention Centre in Rose Hall, St. James, sagte der Minister, das Programm werde die Nahrungsmittelversorgung der Haushalte stärken, die Einkommen in ländlichen Gemeinden stützen und robustere Abwehrmaßnahmen für die Landwirtschaft aufbauen, nachdem Hurrikan Melissa im vergangenen Oktober den Sektor schwer getroffen habe.
Herr Green wies darauf hin, dass Schnellerntekulturen wie Gemüse bereits wieder Fuß gefasst hätten, die Wiederherstellung der Obsterzeugung jedoch einen geduldigen, koordinierten Ansatz mit nachhaltiger Unterstützung erfordere. Brotfrucht, Avocado und Mango stünden im Mittelpunkt Jamaicas langfristiger Strategie für sichere Nahrungsmittelversorgung und klimafeste Landwirtschaft und würden den Anbauern zugleich verlässliche Einnahmen auf Dauer ermöglichen, sagte er.
Im Rahmen des Programms werde das Ministerium kostenlos Pflanzgut verteilen und praktische Anleitung bieten – wo gepflanzt wird, wie Obstplantagen angelegt werden, der tägliche Pflanzenschutz sowie Maßnahmen gegen Schädlinge und Krankheiten. Er rief Landbesitzer in der Diaspora auf, sich an der Initiative zu beteiligen, und präsentierte die Teilnahme als konkreten Beitrag zum Wiederaufbau des Landes.
„Wir haben eine enorme Erholung erlebt, aber wir sind noch nicht über den Berg“, erklärte Herr Green.
Der Minister beschrieb zudem umfassendere Maßnahmen zur Härtung des Sektors gegen künftige Störungen. Der Ausbau und die Erweiterung der Bewässerung hätten Priorität, sagte er; Notstromaggregate seien installiert worden, damit die Wasserversorgung nach schwerem Wetter schnell wiederhergestellt werden könne.
Erhebliche Mittel fließen in neue und modernisierte Agroparks, unter anderem in Parnassus in Clarendon, Essex Valley in St. Elizabeth und Amity Hall in St. Catherine. Produzenten dort erhalten Zugang zu angebundener Straßeninfrastruktur, moderner Bewässerung und Lagerung vor Ort.
Übernommen von Jamaica Information Service · ursprünglich veröffentlicht am .
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