Mutter mit Spina bifida sucht Arbeit und Wohnung – Räumungsängste wachsen
Eine 24-jährige Frau mit Spina bifida sagt, sie sei verzweifelt auf der Suche nach bezahlter Arbeit und einer sicheren Unterkunft, während sie drei Kinder allein erzieht.
Sie ist Mutter eines Vierjährigen, eines Zweijährigen und eines dreimonatigen Babys. Mit der Erkrankung wurde sie geboren; sie führt sie auf eine Verletzung zurück, die ihre Mutter während der Schwangerschaft erlitten hatte. Ärzte operierten kurz nach der Geburt ein Wachstum entlang ihrer Wirbelsäule.
Kindheit und frühes Erwachsenenalter beschrieb sie als äußerst schwierig. Nachdem ihre Mutter sie im Alter von etwa vier Jahren verlassen hatte, verbrachte sie Jahre in einer Obdachhilfeeinrichtung und verließ diese nach eigenen Angaben mit rund 19 Jahren. Seitdem ist sie immer wieder der Ansicht ausgesetzt, sie könne Mutterschaft oder den Alltag nicht allein bewältigen.
Zeitweise stützte sich die Familie auf Food For The Poor. Auch Beziehungen seien schwer gewesen, sagte sie – unter anderem Konflikte nach der Geburt ihres ersten Kindes und das Weggehen des Vaters ihres jüngsten Babys, der sich nach ihren Angaben in Bali aufhalte.
Eine feste Anstellung hatte sie nie. Man riet ihr, sich bei einem Koordinierungsdienst für Menschen mit Behinderung zu registrieren, der bei der Vermittlung passender Arbeit helfen könne. Rollen mit geringen körperlichen Anforderungen – etwa im Sicherheitsbereich – hält sie für möglich, doch frühere Versuche über ein Ausbildungszentrum seien für sie und andere in ähnlicher Lage gescheitert, sagte sie.
Ihre Wohnsituation ist inzwischen prekär. Sie lebt in einem Gebäude, das nach ihren Angaben in schlechtem Zustand ist und bald geräumt oder abgerissen werden könnte. Werden die Bewohner von den Behörden zur Räumung aufgefordert, wisse sie nicht, wohin sie gehen soll. Ohne Ausweichplan komme eine Rückkehr in eine Obdachhilfeeinrichtung nicht in Frage; die Bindung zu Mutter und Schwester biete wenig Sicherheit, sagte sie.
Auf die Frage, welche Hilfe am meisten nützen würde, nannte sie Arbeit und Stabilität für ihre Kinder. Ein Bankkonto besitzt sie nicht. Wie die Öffentlichkeit sie erreichen könne, wurde sie gefragt; sie sagte, man habe ihr mitgeteilt, sie werde kontaktiert, sobald Vorkehrungen getroffen seien.
Übernommen von Jamaica Star (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
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