Phillips teilt dem Parlament mit: JUTC steuert auf 14,8-Mrd.-Verlust in diesem Jahr zu, nur 221 Busse im Einsatz
Kingston — Der Oppositionsabgeordnete Mikael Phillips zeichnete in seinem Beitrag zur Sektoren-Debatte 2026 am Dienstag ein Bild der Jamaica Urban Transit Company (JUTC) als finanziell und operativ angeschlagen: Der städtische Busdienst sei schwächer denn je, seit er 1998 den Betrieb aufgenommen habe.
Phillips teilte dem Abgeordnetenhaus mit, die JUTC habe in den vergangenen zehn Jahren kumulierte Verluste von über hundert Milliarden Dollar verzeichnet, was er staatlicher Vernachlässigung anlastete. Derselbe Betrag, anders eingesetzt, hätte nach seiner Auffassung ein deutlich stärkeres nationales Verkehrssystem finanzieren können. Subventionen für die JUTC würden nach den Bilanzierungsregeln des öffentlichen Sektors als Einnahmen verbucht; das verdecke seiner Meinung nach, wie prekär die Finanzlage des Unternehmens in Wahrheit sei.
Zu vorausschauenden Zahlen sagte Phillips, das Unternehmen steuere im laufenden Geschäftsjahr auf einen Verlust von rund vierzehn Komma acht Milliarden Dollar zu und hänge einem elf Milliarden Dollar schweren Zuschuss des Staates an, um überhaupt weiterfahren zu können.
Trotz des Kaufs von mehr als zweihundertfünfzig neuen Bussen, so Phillips weiter, seien die Fahrkasseneinnahmen — von ihm als klarstes Leistungskennzahl bezeichnet — kaum gestiegen oder sogar gesunken. Er nannte mehrere Betriebskennzahlen, die nach seiner Darstellung keine echte Verbesserung zeigten, darunter Busauslieferung, Flottenverfügbarkeit, Umlauf-Fahrten, Einnahmen, das Verhältnis Personal zu Bussen und Kostendeckung.
Er warnte, dass allein der Ankauf von Bussen die Verfügbarkeit nicht erhöhe ohne ein angemessenes Wartungsprogramm. Die täglich ausgesandten Einheiten, sagte er, lägen weiter unter dreihundert — gegenüber etwa vierhundertfünfzig im Jahr 2016, als seine Partei an der Regierung war. Mit dem neuen Fuhrpark plus rund einhundert siebzig älteren Einheiten sollten etwa vierhundertzwanzig Busse auf der Straße sein, argumentierte er.
Um die Lücke zu verdeutlichen, verwies Phillips auf den Betrieb am Montag, dem 12. Mai 2026, als den drei JUTC-Depots seiner Aussage nach nur zweihunderteinundzwanzig Busse zu landesweit etwa achtzig Linien aufgebrochen seien. Rund vierhundertfünfzig Busse kämen der richtigen Dimensionierung des Netzes näher, fügte er hinzu. In einem leichten Seitenhieb zum Personal schlug er vor, in Kuba ausgebildetes Fachpersonal hätte helfen können, die Kluft zwischen politischen Schnelllösungen und fachgerechter Betreuung des Systems zu schließen.
Übernommen von Jamaica PNP (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
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