PNP mahnt Caricom-Einigkeit an, da US-Maßnahmen Spannungen mit Kuba verschärfen

KINGSTON, Jamaika - Die oppositionelle People's National Party (PNP) ruft Regierungen in der Caribbean Community (Caricom) dazu auf, angesichts wachsender Spannungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten einen gemeinsamen, pragmatischen Ansatz zu verfolgen. Die Partei warnte, der Streit könne Risiken für die Stabilität und das wirtschaftliche Wohlergehen der Region bergen.
In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung sagte die PNP, Caricom und die weitere Karibik hätten ein unmittelbares Interesse daran, die Region friedlich zu halten, nationale Grenzen zu schützen und das Recht jedes Landes zu unterstützen, seinen eigenen Weg zu bestimmen.
Die Partei äußerte Besorgnis über eine Exekutivanordnung der Vereinigten Staaten vom Januar 2026, die Treibstofflieferungen nach Kuba begrenzt. Die Maßnahme habe für die Menschen in Kuba erhebliche Schwierigkeiten geschaffen, den Verkehr sowie die Produktion von Waren und Dienstleistungen beeinträchtigt und zugleich das Gesundheitssystem des Landes zusätzlich belastet.
Unter Verweis auf einen Bericht der Vereinten Nationen vom 6. April 2026 sagte die Opposition, die Lage im kubanischen Gesundheitssektor habe sich stark verschlechtert. Sie stellte fest, dass 96.000 Operationen verschoben worden seien, darunter 11.000 Eingriffe bei Kindern, und dass auch Impfpläne für etwa 3.000 Kinder verzögert worden seien.
Die PNP verwies zudem auf Sanktionen, die die Vereinigten Staaten am 1. Mai 2026 gegen kubanische Staatsorgane und internationale Akteure mit Verbindungen zum Energie-, Finanz- und Verteidigungssektor angekündigt hatten.
Die Opposition erklärte, diese Maßnahmen seien ergriffen worden, obwohl Kuba weiterhin betone, keine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA zu sein, und zu Gesprächen auf Grundlage von Souveränität, Nichteinmischung und gegenseitigem Respekt bereit sei.
Die Partei warnte, eine weitere Verschärfung der Lage könne Jamaika und die weitere Karibik treffen, mit möglichen Folgen für Tourismus, wirtschaftliche Erholung und Migration, insbesondere während Jamaika weiterhin Wiederaufbauarbeiten nach Hurrikan Melissa leiste.
Vor diesem Hintergrund forderte die PNP die Regierung und andere Caricom-Staaten auf, "sich in maßvoller und konstruktiver Weise regionalen und internationalen Forderungen nach dem Schutz des Friedens in unserer Region, der Rücknahme der Eskalation nachteiliger Maßnahmen in Bezug auf Kuba sowie der Wahrung der territorialen Integrität und Selbstbestimmung Kubas anzuschließen".
Die Opposition forderte die Regierung außerdem auf, mit regionalen Partnern an einer gemeinsamen karibischen Position zusammenzuarbeiten, die auf Dialog, Zurückhaltung und Achtung des Völkerrechts ausgerichtet ist. Jamaika solle eine aktive Vermittlerrolle bei Bemühungen übernehmen, die Beziehungen zwischen Washington und Havanna wieder zu normalisieren.
Übernommen von Jamaica Observer · ursprünglich veröffentlicht am .
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