Jamaika-Sicherheitsupdate umfasst Tötungen in Kingston und Spanish Town, Polizeiarbeit in Clarendon und Menschenrechtsstreit
Die Polizei untersucht zwei getrennte tödliche Schussangriffe, die am Freitag gemeldet wurden. Ein umfassenderes Sicherheitsupdate hob zudem die Kriminalitätszahlen in Clarendon und die wachsende Kritik an Justizminister Delroy Chuck wegen Äußerungen zu Menschenrechten in Jamaika hervor.
In Kingston Central wurde die 35-jährige Carela Richards aus Cue Gardens, Kingston 11, gegen 21:25 Uhr bei einem Schussangriff auf der Maiden Lane getötet. Zwei weitere Männer im Alter von 21 und 79 Jahren wurden verletzt. Nach Polizeiangaben befanden sich die drei Männer an einem Geschäft, als unbekannte Angreifer das Feuer eröffneten. Richards starb am Tatort, die Schützen entkamen, und die Ermittler haben bislang kein Motiv festgestellt. Die Kingston Central Criminal Investigation Branch führt die Ermittlungen.
In dem Update zitierte Polizeistatistiken besagten, dass Kingston Central bis zum 7. Juni vier Morde verzeichnet hatte, gegenüber neun im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was einem Rückgang um 56 Prozent entspricht.
In St. Catherine wurde der 35-jährige Rashin Beckford, auch Pancho genannt, Lehrer an der Ascot High School in Portmore, am Freitagnachmittag auf der March Pen Road in Spanish Town erschossen. Polizeiberichten zufolge war er gegen 15:15 Uhr zu einer Adresse gefahren, nachdem er einen Anruf erhalten hatte, wonach ein Familienmitglied, mutmaßlich seine Mutter, krank sei und Hilfe benötige. Er wurde von unbekannten Männern angegriffen, mehrfach angeschossen, ins Spanish Town Hospital gebracht und dort für tot erklärt. Die Spanish Town CIB ermittelt.
In Clarendon sagte Inspector Graham Evangelist bei der Sitzung der Clarendon Municipal Corporation am Donnerstag, die Parish habe bis Juni 2026 18 Morde verzeichnet, einen mehr als die 17 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Er sagte, Beamte unter Senior Superintendent Shane McCalla hätten die Einsätze ausgeweitet und gewährleisteten eine 24-Stunden-Präsenz in ausgewiesenen Brennpunkten. Zudem seien Notfallpläne für gefährdete Polizeistationen während der Hurrikansaison vorhanden.
Evangelist rief Eltern dazu auf, Kinder zu beaufsichtigen, die sich nach Geschäftsschluss in Stadtzentren herumtreiben. Polizeistreifen und Community-Safety-Beamte versuchten, das Problem anzugehen.
Unterdessen wies Mickel Jackson, Geschäftsführerin von Jamaicans for Justice, Chucks Aussage zurück, Jamaika habe kein Menschenrechtsproblem. Sie verwies auf Kinder, die wegen unkontrollierbaren Verhaltens inhaftiert würden, tödliche Polizeischüsse, langwierige Haft ohne Anklage, Diskriminierung von Menschen mit HIV und LGBT-Jamaikanern sowie schlechte Haftbedingungen. Auch die Justizsprecherin der Opposition, Zuleika Jess, forderte Chuck auf, die Bemerkung zurückzunehmen.
Übernommen von Realnews Yt · ursprünglich veröffentlicht am .
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