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CVM TV News (Video)

Trümmer von Freischneidern am Straßenrand und Fahrzeugschäden: Haftung nach jamaikanischem Recht

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Autofahrer auf Jamaikas öffentlichen Straßen können plötzliche Fahrzeugschäden erleiden – nicht durch einen Zusammenstoß, sondern durch Steine und anderes Material, das Freischneider bei der Straßenrandpflege hochschleudern. Zerbrochene Außenspiegel, gerissene Windschutzscheiben und verbeulte Karosserieteile gehören zu den Folgen, mit denen Fahrer konfrontiert werden können – und werfen eine klare Rechtsfrage auf: Wer zahlt?

Rechtsanwalt Hosimar Bel Navis sagt, die Haftung sei nicht auf die Person beschränkt, die die Maschine bedient. Je nach Sachverhalt können Ansprüche den Arbeitgeber des Bedieners, den Grundstückseigentümer, der die Arbeiten genehmigt hat, die Behörde oder das Unternehmen, das den Arbeiter beauftragt hat, sowie den Bediener persönlich treffen, wenn das Verhalten deutlich sorglos war. Nach dem Recht der Fahrlässigkeit kommt es darauf an, wer die Arbeit kontrollierte, welche Sicherheitsmaßnahmen bestanden und ob vernünftige Schritte unternommen wurden, um Verkehrsteilnehmer vor vorhersehbarem Schaden zu schützen.

Bel Navis stellt fest, dass unterschiedliche Pflichten für unterschiedliche Parteien gelten können und dass das Maß der Verantwortung je nach Art der vorgeworfenen Fahrlässigkeit variieren kann. Haftung kann auch dann entstehen, wenn der Bediener für eine Einrichtung oder einen privaten Auftragnehmer arbeitet. Die Pflege der Straßenränder wird häufig von Regierungsstellen, kommunalen Körperschaften und privaten Firmen geteilt – doch die Auslagerung hebt die Pflicht nicht auf, die Öffentlichkeit zu schützen.

Zur Entschädigung fasst Bel Navis die Prüfung als „wenn nicht“-Test: Wäre dem Autofahrer der Aufwand ohne den Vorfall entstanden? Wo Trümmer Schäden verursachen, können ersatzfähige Verluste Reparaturkosten, Nutzungsausfall während der Reparatur, Gutachten und Schadensschätzungen umfassen.

Lehnt eine Behörde oder ein Auftragnehmer die Verantwortung ab oder zahlt nicht, rät Bel Navis, einen Anwalt zu kontaktieren. Die Vertretung kann an die verantwortliche Partei schreiben und, falls das scheitert, Klage beim zuständigen Gericht erheben.

Er mahnt Fahrer außerdem, auf laufende Arbeiten zu achten, Tempo zu reduzieren, Fenster geschlossen zu halten und so zu fahren, dass ein plötzliches Anhalten möglich bleibt. Für die Ausführenden der Arbeiten betont er eine klare Information der Öffentlichkeit – Schilder, Pylonen, Absperrungen wo nötig und Verkehrslotsen, die Fahrzeuge anhalten, wenn schweres Material oder Gerät bewegt wird – als Maßnahmen, die alle schützen helfen.

Übernommen von CVM TV News (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .

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