Skip to main content
Abeng Radio·Live news
0 listening
Television Jamaica (Video)

Schulpsychologin rät zu Sommerroutinen, um die Bildschirmzeit von Kindern zu reduzieren

10 Min. LesezeitKingston
Skip to transcript

Schulpsychologin Kelly Ann Brown Campbell fordert Eltern auf, vorauszuplanen, damit Kinder in diesem Sommer geistig beschäftigt bleiben, statt die Ferien an Handys und Tablets geklebt zu verbringen.

Zum Kampf der Eltern, Kinder nach draußen zu bekommen, stimmte sie zu, dass Langeweile oft den Bildschirmkonsum antreibt und reale Erfahrungen mit Geräten konkurrieren müssen. Sie empfahl, organisierte Aktivitäten vor Ferienbeginn zu buchen — Sport, Robotik, Schach, schulische Sommerprogramme und Ähnliches —, um Kinder aktiv zu halten und zugleich berufstätige Eltern zu entlasten.

Die Kosten bleiben ein Hindernis. Sommercamps und Veranstaltungen können teuer sein, sagte sie, und diese Hürde sei nicht immer leicht zu nehmen. Planung helfe, ebenso der Blick über private Angebote hinaus. Öffentliche Einrichtungen böten oft günstigere oder gestaffelte Programme an. Sie verwies auf Sommersessions, die einst die Kingston and St. Andrew Parish Library — bekannt als Tom Redcam Library — angeboten habe, sowie auf Programme am Junior Institute in der East Street als kostengünstigere Alternativen, die Kindern dennoch starke Erfahrungen vermitteln.

Zu Limits zitierte Brown Campbell die Empfehlung der American Academy of Pediatrics von etwa ein bis zwei Stunden freizeitbezogener Bildschirmzeit pro Tag für ältere Kinder und weniger für Kleinkinder. Längeres Betrachten aus der Nähe könne Augen belasten, die nicht für kleine Bildschirme gebaut seien, sagte sie. Intensiver Gerätekonsum könne zudem die anhaltende Aufmerksamkeit schwächen, sodass Kinder an ständige Neuigkeit gewöhnt seien und weniger bei einer Aufgabe blieben. Bildschirme verursachten keine ADHS, betonte sie, könnten aber manche Symptome verstärken. Weniger Gespräche von Angesicht zu Angesicht könnten Kinder sozial unbeholfen machen, während die polierten Bilder in sozialen Medien laut Forschung — besonders bei Jugendlichen — mit Depression, Angst, beschädigtem Selbstvertrauen und Online-Mobbing in Verbindung gebracht worden seien.

Ihr praktischer Rat für die Ferien ist klar: Zeit mit Kindern verbringen, wann immer möglich, Verwandte einbeziehen, gemeinsam spielen und Sendungen als gemeinsame Aktivität schauen, statt unkontrolliert ein Tablet zu überlassen. Sie beschrieb eine Freundin mit drei Jungen — etwa ein, sechs und acht Jahre alt —, die einen Tagesplan mit altersgerechten Aufgaben, Lesen und festgelegten Bildschirmzeiten erstellt habe. Solche Struktur, sagte sie, mache Unterhaltung zu einem begrenzten Teil des Tages statt zum Default und vermittle auch Erwachsenen gesündere Gewohnheiten.

Übernommen von Television Jamaica (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .

13 Sprachen verfügbar

Weitere Berichte

Rund um Kingston

· powered by OFMOP