Senat will Strafen für gefährlichen Einsatz von Drohnen und Flugzeugen verschärfen
Betreiber von Drohnen und anderen Luftfahrzeugen, die in einer Weise fliegen, durch die Menschen, Eigentum oder andere Luftfahrzeuge gefährdet werden, könnten schon bald mit deutlich höheren Strafen rechnen. Das sieht eine Novelle des Civil Aviation Act vor, die derzeit im Senat beraten wird.
Die Senatoren nahmen die vorgeschlagenen Änderungen am Freitag in Angriff. Die Aktualisierungen sollen Jamaicas Luftraumvorschriften an internationale Standards angleichen und Lücken schließen, die durch das rasche Wachstum des Einsatzes unbemannter Luftfahrzeuge entstanden sind. Drohnen sind in den vergangenen zehn Jahren vor Ort in Bereichen wie Sicherheitsüberwachung, militärische Operationen und Videoproduktion weit verbreitet worden, und das überarbeitete Gesetz deckt unbemannte Luftfahrzeuge in Räumen mit Beschränkungen ausdrücklich ab.
Eine Bestimmung sieht vor, dass gefährliches Fliegen eines Luftfahrzeugs in einer Weise, die Schaden verursacht oder verursachen kann, bei einer Verurteilung in erster Instanz vor einem Parish Court mit einer höheren Geldstrafe geahndet wird. Die Höchststrafe würde von einer Geldstrafe von höchstens $20,000 steigen, während eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren unverändert bliebe. In den einleitenden Ausführungen der Debatte wurde auch auf die Möglichkeit von Geldstrafen in Millionenhöhe bei schweren Delikten hingewiesen.
Oppositions-Senatoren warnten, dass Abschreckungsmittel verhältnismäßig bleiben müssten, insbesondere für kleine Betreiber, Freizeit-Drohnenpiloten, Anbieter von Luftfahrtausbildung und Wartungsbetriebe. Sie fragten, ob der Minister eine regulatorische Folgenabschätzung durchgeführt habe, um abzuschätzen, wie sich die neuen Strafen auf diese Branchen auswirken würden.
Vertreter der Regierung sagten, ein Teil des Anstoßes zur Gesetzesaktualisierung sei der Schutz des Tourismus, der zu einem wichtigen Wirtschaftsmotor geworden sei. Jamaica verzeichnete 2026 4,3 Millionen Besucher und einen Rekordumsatz von US$4,6 Milliarden. Die Behörden wiesen außerdem darauf hin, dass es im Land seit 2009 keinen schweren Unglücksfall einer kommerziellen Fluggesellschaft gegeben habe, und wollen mit strengen Regeln dafür sorgen, dass diese Bilanz erhalten bleibt.
Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass eine Accident Investigation Authority als unabhängige Stelle handeln soll, wann immer ein Luftfahrtunfall oder ein schwerer Vorfall in der Kingston-Fluginformationsregion eintritt. Die Gesetzgebung legt fest, wie die Behörde zusammengesetzt wird, wie Mitglieder ernannt werden, und verleiht ihr Befugnisse, die mit denen einer Commission of Inquiry vergleichbar sind.
Übernommen von Television Jamaica (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
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