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Tufton kündigt 50-Millionen-Dollar-Pilot zur Menstruationsgerechtigkeit an – acht Schulen und 2.000 Mädchen
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Tufton kündigt 50-Millionen-Dollar-Pilot zur Menstruationsgerechtigkeit an – acht Schulen und 2.000 Mädchen

Die jamaikanischen Behörden wollen ein übergreifendes Pilotprojekt „National Menstrual Health Equity“ an acht Schulen und für rund 2.000 Mädchen auflegen, um Periodenarmut zu lindern und das Wohlbefinden von Jugendlichen im ganzen Land zu stärken. Bei der Standortwahl werde berücksichtigt, wie stark jede Einrichtung Schülerinnen und Schüler anzieht, die im Programme of Advancement Through Health and Education (PATH) registriert sind.

In seiner Rede zur Sektoraldebatte 2026/2027 im House of Representatives wandte sich Christopher Tufton am 12. Mai an die Abgeordneten und sagte, die Initiative stehe im Kontext eines breiteren Engagements für die Öffentliche Gesundheit. Der Minister erklärte, 50 Millionen Dollar seien vorgesehen, und die Umsetzung hänge von der Zusammenarbeit mit dem Ministry of Education, Skills, Youth and Information sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen und multilateralen Akteuren wie UNICEF und der HerFlow Foundation ab.

Tufton sagte, die Demonstrationsphase solle die Arbeit an einem nationalen Politikrahmen zur Bekämpfung von Periodenarmut in Jamaika steuern. Sie werde das Menstruationswohlbefinden und die Gesundheit von Teenagern stärken – durch besseres WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene), HPV-Impfung, Aufklärung zur persönlichen Hygiene sowie Ansätze zur Vorbeugung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen.

Er definierte Periodenarmut als Mangel an Geld oder Möglichkeiten, nötige Menstruationsprodukte, Wissen und Sanitäranlagen zu erhalten, und stellte fest, dass unzählige Mädchen und Frauen weltweit davon betroffen seien. Die Belastung, argumentierte er, verschärfe ernsthafte Gesundheitsgefahren, Beschämung und Ausgrenzung und bringe viele Jugendliche dazu, riskante Ersatzmittel zu nutzen oder während der Menstruation die Schule zu schwänzen.

„Weltweit haben mehr als 500 Millionen Frauen keinen Zugang zu Menstruationseinrichtungen. Und das betrifft nicht nur Jamaika. In den Vereinigten Staaten ist es eine von vier“, sagte Tufton. Er hielt fest, die Angelegenheit dürfe nicht auf Hygiene allein verkürzt werden, sondern müsse als tiefsitzende Blockade anerkannt werden, die Bildungsfortschritt bremse und Armut sowie Ungerechtigkeit befeuere.

Unter Berufung auf Statistiken sagte Tufton, in unterversorgten Gemeinden Jamaikas verzichte eine von vier Mädchen während ihres Zyklus auf den Unterricht, wenn Hygieneartikel nicht erreichbar seien. Außerdem gäben lediglich 30 Prozent der öffentlichen Schulen derzeit Menstruationsprodukte kostenlos ab. Ausfälle im Zusammenhang mit der Menstruation, fuhr er fort, seien mit schlechter werdenden schulischen Leistungen und wachsender Benachteiligung unter gefährdeten Lernenden in Verbindung gebracht worden.

Tufton nutzte die Sitzung außerdem, um breitere familien- und jugendpolitische Themen wie sinkende Fruchtbarkeit, achtsames Elternsein und Stabilität im Haushalt anzusprechen. Er berichtete, mit dem Ministry of Labour and Social Security laufe derzeit der Dialog über die Einrichtung einer nationalen, vielseitigen Taskforce zu Fruchtbarkeit und verantwortungsvollem Elternsein. Das vorgesehene Gremium solle Stimmen aus den Bereichen Gesundheit, Arbeit, Finanzen und Bildung, aus der Hochschulbildung, der Zivilgesellschaft sowie der Industrie umfassen. Es solle eine nationale Strategie zur Fruchtbarkeit und Familienunterstützung zur Prüfung durch das Kabinett ausarbeiten.

Übernommen von Cnweekly · ursprünglich veröffentlicht am .

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