
Familie aus August Town verlangt Aufklärung nach tödlichem Schuss eines JDF-Soldaten auf Mann, den Angehörige als psychisch krank schildern
KINGSTON, Jamaica — Angehörige eines Mannes, den sie als psychisch krank beschreiben, drängen die Behörden, die Ermittlungen nach dessen Tötung bei einer Begegnung in den frühen Morgenstunden mit Soldaten der Jamaica Defence Force (JDF) in August Town, St Andrew am Montag zügig voranzutreiben.
Der Tote wurde als Ricardo Gayle, 34, identifiziert, der in der Gemeinde lebte.
Laut Polizeiberichten ereignete sich die tödliche Begegnung kurz nach 3 Uhr morgens am Kontrollpunkt der Zone of Special Operations (ZOSO) in August Town, wo Gayle und JDF-Angehörige einander gegenüberstanden. Einer der Soldaten eröffnete das Feuer und traf ihn. Er wurde in das University Hospital of the West Indies gebracht, wo Ärzte ihn für tot erklärten.
Am Tatort bat eine sichtlich aufgebrachte Cousine um Rechenschaftspflicht, als sie mit Observer Online sprach.
„Sie hätten meinen Cousin nicht so töten dürfen, er war kein Gangster“, sagte sie. „Er ist kein Gangster, und sie haben ihm drei Schüsse verpasst … wir brauchen Gerechtigkeit, er war ein kranker Mann!“
Gayles Mutter Melissa Bennett war von Trauer überwältigt und musste in einem Moment von Angehörigen getröstet werden, während sie offen weinte.
„Mein Sohn [war] psychisch krank“, sagte Bennett. „Mir fehlen im Moment einfach die Worte.“
Bennett sagte Reportern, ihr Sohn sei einmal in die Brust und zweimal in den Rücken getroffen worden. Sie und andere Angehörige betonten, der Schusswechsel sei umso schmerzhafter, weil Gayle den vor Ort stationierten Sicherheitskräften als vertrautes Gesicht galt und ihnen oft bei Problemen mit Mobiltelefonen half.
„Mein Sohn war ein sehr brillanter Mensch … er mochte keine Gewalt … er war ein Genie in der Technikwelt, er hat allen Polizisten die Telefone repariert“, sagte sie.
(Video: Llewellyn Wynter)
Übernommen von Jamaica Observer · ursprünglich veröffentlicht am .
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