Webinar zu Gesundheit und Bildung warnt vor Risiken der Bildschirmzeit für jamaikanische Kinder
Jamaikanische Psychiater, Psychologen und Bildungsexperten fordern Eltern und Schulen auf, schädliche Bildschirmexposition ernster zu nehmen. In einem Webinar zum Child Month warnten sie, dass übermäßige Gerätenutzung die psychische Gesundheit, das Lernen, den Schlaf und das Verhalten von Kindern beeinträchtigt.
Die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem Ministry of Health and Wellness, der South East Regional Health Authority und dem Ministry of Education, Skills, Youth and Information ausgerichtet wurde, stand unter dem Thema psychische Gesundheit von Kindern und sichere Zukunftsperspektiven. Moderatorin Simone Smith Parkin sagte, das Thema sei aufgrund von Sorgen ausgewählt worden, die in Child-Guidance-Kliniken und Schulen beobachtet würden.
Der beratende Psychiater Dr Winston De La Haye stellte Ergebnisse einer Studie an einer jamaikanischen Highschool nach der COVID-19-Pandemie vor. Er berichtete von hohen Werten depressiver Symptome unter Schülern, einer Prävalenz von 31 Prozent bei Gaming-Störung und einem Zusammenhang zwischen schwererer Depression und Gaming. Er sagte, die Daten sprächen für mehr Screenings in Schulen und stärkere, kindgerechte Dienste für psychische Gesundheit.
Dr Michelle Henry, eine Psychiaterin, die mit Child-Guidance-Kliniken in St Catherine arbeitet, sagte, längere Bildschirmzeit könne zu verzögerter Sprachentwicklung, geringerer schulischer Leistung, Schlafproblemen, Reizbarkeit, impulsivem Verhalten, Angst, Depression, Problemen mit dem Körperbild und unangemessener sexueller Exposition beitragen. Sie erinnerte Eltern daran, dass Kinder unter zwei Jahren keinen Bildschirmen ausgesetzt werden sollten, während ältere Kinder klare Zeitlimits und überwachte Inhalte benötigten.
Die klinische Psychologin Georgia Rose sagte, problematisches Internet-, Gaming- und Glücksspielverhalten solle danach beurteilt werden, wie stark es den Alltag, Beziehungen und das Wohlbefinden beeinträchtigt. Sie empfahl Beratung, Einbeziehung der Familie, verhaltensorientierte Strategien, motivierende Gesprächsführung und gesündere Freizeitangebote.
Bildungsbeauftragte und Elterntrainerin Christine Russell Lue forderte Schulen auf, die übermäßige Abhängigkeit von Online-Aufgaben zu verringern und stärker zu praktischem Lernen, Gruppenarbeit, Spielen im Freien und Familienaktivitäten zurückzukehren. Sie ermutigte Eltern außerdem, Haushaltsregeln festzulegen, Geräte von den Mahlzeiten fernzuhalten, verantwortungsvolle Nutzung vorzuleben und persönliche Verbindungen zu Hause wieder aufzubauen.
Übernommen von MOH — Ministry of Health and Wellness (Video) · ursprünglich veröffentlicht am .
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